Hepatitis C

Bild: Laboruntersuchung

Epidemiologie

Man schätzt, daß etwa 3 % der Weltbevölkerung an einer Infektion mit dem Hepatitis C Virus erkrankt ist (ca. 170 Millionen Menschen). In Österreich geht man anhand von internationale Daten davon aus, dass bis zu 80.000 Personen von dieser Lebererkrankung betroffen sind. 10 bis 20 % der PatientInnen mit chronischer Hepatitis C entwickeln innerhalb von 20 bis 30 Jahren eine Leberzirrhose.

Ursachen

Der Hepatitis C Virus (HCV) wird über den Blutweg übertragen. Heutzutage geschieht das hauptsächlich durch das gemeinsame Verwenden von Drogenbesteck, beim Tätowieren, Piercen und von der Mutter auf das ungeborene Kind. Seitdem BlutspenderInnen und Blutprodukte in Österreich auf HCV gestestet werden ist, was diesen Ansteckungsweg betrifft, das Ansteckungsrisiko deutlich gesunken. Beinahe die Hälfte der HCV-PatientInnen wissen nicht wie sie sich mit diesem Virus angesteckt haben.

 

Symptome

Unmittelbar nach einer Infektion hat der Patient in den meisten Fällen keine Beschwerden, weshalb die Erkrankung oft erst spät erkannt wird.

 

Die wenigsten Menschen, die sich mit dem Hepatitis C Virus anstecken durchlaufen eine kurze Krankheitsphase mit Symptomen, wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Beschwerden im rechten Oberbauch. Selten verfärben sich Haut und Augen gelb.

 

Auf lange Sicht führt diese Viruskrankheit bei vielen PatientInnen zu Leberschädigung bis Zirrhose oder Leberkrebs. Manche PatientInnen brauchen sogar eine Lebertransplantation.

 

Diagnose

Die Diagnose Hepatitis C lässt sich anhand einer Blut-Untersuchung stellen. Eine Infektion liegt vor, wenn im Blut Antikörper gegen das Hepatitis- Virus (Anti-HCV) und Teile der Erbsubstanz des Virus nachgewiesen werden. Wenn dieser Bluttest positiv ausfällt, wird die Diagnose mit einem zweiten Test bestätigt.

 

Therapie

Die Standardtherapie der chronischen Hepatitis C besteht aus einer Kombination von Interferon alpha und Ribavirin. Interferon alpha ist eine Substanz, die vom Körper selber produziert wird und eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Infektionen spielt. Als Medikament wird Interferon alpha bei verschiedenen Krankheiten eingesetzt. Ribavirin ist ein Arzneimittel, das die Vermehrung des HCV und auch mancher anderer Viren hemmt. Mit Hilfe dieser beiden Substanzen soll im Idealfall die Viruslast so weit reduziert werden, dass mittels Bluttest kein Virus mehr nachgewiesen werden kann. Ungefähr die Hälfte der Erkrankten wird durch diese Therapie geheilt.

 

Proteasehemmer werden in Kombination mit Ribavirin und Interferon alpha eingesetzt. Diese Dreierkombination zeigt einen besseren Therapieerfolg als die Zweierkombination.

 

Hinweis: Dieser Text dient zu Ihrer allgemeinen Information. Bitte suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie Fragen oder Beschwerden haben.