Digitaler Vorreiter: MSD e-Conference Days

Die vom 7. bis 14. Mai 2020 virtuell stattgefundenen MSD e-Conference Days, mitorganisiert von MEDahead, waren mit knapp 1.600 teilnehmenden Ärzten ein voller Erfolg. Eröffnet wurde der erstmalig stattfindende Kongress durch Wirtschafts­ und Digitalisierungsministerin Dr. Margarete Schramböck. Neben dem breit gefächerten medizinischen Programm wurde auch dem Thema „Praxisgründung" Raum gegeben.

Redaktion: Dr. Sebastian Pokorny

Arzt&Praxis sprach mit Mag. Katha­rina Graninger, BU Head Digital nnovation & Commercial Opera­tions, und Alexandra Kunsch, MSc, Corporate Communication Lead, als Vertreterinnen von MSD über die e­Conference Days und die Rolle von MSD bei der Ausrichtung und Unterstützung dieser Veranstaltung.

e-Conference Days

ARZT & PRAXIS: Was war das Besonde­re an den e-Conference Days und was hat diesen virtuellen Ärztekongress so erfolgreich gemacht?

Katharina Graninger: Eine Besonderheit stellt sicher das Format dar: hochwertige unterschiedliche Fortbildungen und Wissensvermittlung, die auf verschie­densten Kanälen bzw. in unterschied­lichen Formaten konsumiert werden konnten, wie etwa Livestream, Livechat, On-Demand-Webinare, E-Learning­ Module und Bibliotheken zum Down­load von persönlichen Informationsma­terialien. Auch die Länge bzw. die Zeitspanne der angebotenen Fortbildungen war außergewöhnlich: Mit 7 Tagen an 24 Stunden/Tag ist diese Art der Fortbildung auf jeden Fall ein inno­vativer Vorreiter. Die Plattform bot einen sehr ansprechenden, userfreundlichen virtuellen Rundgang in Form eines Kongresses, bei dem unterschiedliche Räume zu unterschiedlichsten Themen besucht werden konnten. Hierbei wur­ den speziell auch sehr aktuelle Themen aufgegriffen, wie u.a. Pandemiemanagement und COVID-19 oder alles rund um die Praxisgründung.

Der Erfolg liegt wohl auch darin begrün­det, dass dieser virtuelle Kongress ein so breites Therapiespektrum abgedeckt hat und wirklich jede interessierte me­dizinische Fachkraft teilnehmen konnte - anders als bei physischer Anwesenheit, wo es meist ein definiertes Kontingent an Teilnehmern gibt. Auch das technisch und optisch sehr ansprechende Format, gepaart mit einer wohlüberlegten User­freundlichkeit, war sicherlich ein beson­deres Erlebnis, das noch nicht alltäglich ist.

Alexandra Kunsch: Womit wir uns auch intensiv auseinandergesetzt haben, war die Frage: Wie können wir die e-Confe­rence Days so bekannt wie möglich machen, um eine große Anzahl an me­dizinisch ausgebildeten Interessierten zu erreichen? Hier war es ausschlaggebend, mittels definierter Partnerschaften und eines Omni-Channel-Kommunikations­mix - es waren über 28 verschiedene Kanäle, die wir genutzt haben - die In­formation so breit wie möglich zu streu­en. Das war sicherlich in der momentanen Situation, in der ein physisches Treffen zur Fortbildung nicht bzw. schwer mög­lich ist, auch von Vorteil.

Warum ist MSD die Unterstützung dieses virtuellen Ärztekongresses ein Anliegen?

Kunsch: Es ist uns nicht nur ein Anliegen, sondern wir sehen es als unseren Auftrag und Anspruch, auch im digitalen Bereich vorauszugehen. Wir wollen allen inte­ressierten Ärztinnen und Ärzten ortsun­ abhängige, flexible und hochwertige Weiterbildungsprogramme ermöglichen und dabei alle Altersgruppen und Fach­richtungen ansprechen.

Graninger: Bei MSD Österreich ist Digital Innovation schon längst gelebte Realität. Wir fördern das Digital Mindset auch intern sehr stark und wollen diesen Weg natürlich auch extern weiter vorantrei­ben.

Wie wurde das Format in Zeiten von Corona von der Ärzteschaft angenom­men?

Kunsch: Da kann man nur sagen: Die Zahlen sprechen für sich. Mit über 1.500 Teilnehmern war dieser virtuelle Kon­gress ein toller Erfolg und zeigt ganz klar, dass die e-Conference Days voll angenommen wurden und dass es an dieser Art der virtuellen Wissensvermitt­lung großen Bedarf gibt.

Graninger: Das bestätigen auch die Daten: Die durchschnittliche Verweildauer pro Teilnehmer war 240 Minuten. Insgesamt betrug die Gesamtzeit, die die Teilnehmer kumuliert bei den e-Conference Days verbracht haben, 5.677 Stunden oder einfacher vorstellbar: 8 Monate. Das sind alles ganz klare Zeichen dafür, dass wir mit diesem Format am Puls der Zeit liegen.

Ist 2021 mit einer Fortsetzung der e-Conference Days zu rechnen?

Graninger: Die Idee der digitalen Wissens­vermittlung war bei MSD ja schon viel länger in Planung und es gab dazu auch schon das eine oder andere kleinere Projekt. Die Planung der e-Conference Days hat bereits Mitte 2019 begonnen, selbst der Termin stand schon im Herbst 2019 fest, lange vor dem Auftreten des COVID-19-Virus. Was uns bei diesem Format natürlich entgegengekommen ist, war die Möglichkeit, hier ganz flexibel und schnell reagieren zu können. Wir haben den Wissensbedarf mit dem Auf­treten von COVID-19 rasch aufgreifen und die Wissensvermittlung rund um das Thema zügig aufsetzen und zur Verfügung stellen können.

Kunsch: Und gerade dieses Thema war für die Teilnehmer von großem Interesse und die Möglichkeit der Wissensvermitt­lung und des Austausches dazu war sehr beliebt. Um auf Ihre Frage zurückzukom­men: ja! Basierend auf der hohen Teil­nehmerzahl und dem Feedback sehen wir es als Auftrag an uns, die e-Confe­rence Days weiterzuführen und gemein­sam mit unseren Kunden und Partnern weiterzuentwickeln - sowohl inhaltlich als auch technologisch.

 

Vielen Dank für das Gespräch!